Posts mit dem Label Presseschau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Presseschau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 19. Dezember 2009

Presseschau: Die tückische Schuldenfalle (von Realist)

Mir ist meine Schreibblockade, die daraus entstandene Leblosigkeit im Blog und das vermehrte Auftreten von einzeiligen Fotobeiträgen (sowie der Tatsache, dass ich dadurch Freund Optimist das Feld überlasse) ja wirklich unangenehm - aber das hier muss trotzdem raus:

Heute in der regionalen Tageszeitung gesehen (im Café natürlich - selbstredend bin ich viel zu modern um dergleichen selbst zu kaufen):


Danke "Nürnberger Nachrichten"! Jetzt habe ich das auch endlich verstanden!
Realist


Montag, 14. Dezember 2009

Presseschau: Früher war alles so ... ASCII (von Optimist)

Sie sind auch schon lange kritischer Betrachter der letzten verbliebenden Weltmacht? Ihnen passt es auch nicht, dass die USA kulturimperialistisch alles durchdrückt, was ihr gefällt? Ihnen wäre es lieb, wenn es da ein Gegengewicht gäbe? Das am Ende jeder so schreiben kann, wie er es gewöhnt ist, mit seinem Ä und Ü und Ö und dass die Computer das auch endlich mal schlucken?




Findet Unicode ploetzlich voellig ueberbewertet,

Optimist

PS:

Freitag, 11. Dezember 2009

Presseschau: Blitzbesuch (von Optimist)

Ich würde doch sehr gerne wissen, wie ein Staat und vor allem dessen Volk das eigentlich findet, wenn Deutschland in ihrem Land Krieg führt und dann der deutsche Oberbefehlshaber zum "Blitzbesuch" vorbei kommt.





Achso, ich vergaß, "Krieg" ist das ja nicht. Und ich dachte schon, der "Besuch" wäre ein Euphemismus.

Macht einen Blitzrückzug,

Optimist

Samstag, 11. Juli 2009

Presseschau/Leben: Von türkisfarbenen Pantys und rosa BHs (von Realist)

"Wir werden alle sterben!" kreische ich ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Der arge Schnitter naht aber wohl nicht in Form von dönermesserschwingenden, in die Spezialsauce onanierenden, Türken, wie Freund H aus N meisst orakelt(e).

Auch Lieblingsfeindin Zensursula liegt wohl daneben, wenn sie mutmasst, ein zwölfjähriger PC-Spieler wird mir demnächst, sonnenbebrillt und lederbemandelt, das Lebenslicht ausknipsen.

Näher dran und doch daneben liegen Frau Schmidt, samt ihrer Vorgänger im Bundesgesundheitsministerium, die meiner Generation von Kindesbeinen an erzählen wollen, es wäre der one-Night-Stand, der meine irdische Existenz (und das ist ja hoffentlich die einzige) beenden wird.

Nein. Der Tod kommt aus der Waschmaschine der ersten gemeinsamen Wohnung. Es ist der gemeine Scheidenpilz, der - unbeeindruckt vom Colorwaschmittel und der angenehmen 30° Celsius - lässig von den türkisen Pantys in meine Tennissocken umzieht und von dort aus seinen tödlichen Feldzug durch meinen Körper startet. Und er ist nicht alleine. Mit ihm kommt der Staphylococcus (und diverse andere Coccen).

Das steht so zumindest auf Spiegel Online zu lesen.

Und das ist es im Grunde nicht, das ich schockierend finde. Beunruhigend ist eher, dass Freund P aus F, das schon seit 10 Jahren so sagt, wenn er im Waschhaus den Kessel mit seinem Feinrip umrührt. "Wegen der Bakterien" heisst es da immer. Oh, nie wieder werde ich spotten!

Obwohl. Wenn ich den Artikel recht verstehe, bin ich fein raus, solange sich eben weder türkise Slips noch Stoffwindeln in meiner Wäsche finden. Na gut. Auf erstere muss ich dann eben wieder verzichten (haben eh nicht zu meinen Augen gepasst) und ohne zweite hoffe ich noch einige Jahre auszukommen.

Feingerippt,
Realist


Montag, 20. April 2009

Presseschau: Weichstuhlkissen (von Optimist)

Keine Ahnung, warum Woolworth jetzt plötzlich pleite ist. Eigentlich ist es mir auch egal, das ist irgendwie nicht mein Sortiment und der Laden liegt nie auf meinem Weg. Aber unserer Lokalzeitung war es nicht egal - denen ist ja sowieso ganz selten irgendwas egal. Und in einem Artikel, der zwischen Nachruf der Existenz und Aufruf zur Rettung unentschlossen hin und her schwankt, listet der Autor die presilichen Vorzüge des Traditionshauses anhand dreier beispielhafter Topangebote nochmal auf, wie um zu sagen: "Schaut her und kauft, es ist billig und ihr könnt den Laden durch einen enthemmten Schnäppchenkaufrausch am Kragen aus der Krise ziehen!"


Mag das gelingen oder nicht, ich würde sogar einen von zwei Daumen drücken, bin aber ob der besagten Angebote sehr im Zweifel, dass es wirklich etwas helfen wird. Andererseits: Wenn der Fürst-Metternich für 5,99€ z.B. einer unbedachten und zudem noch ungeschützten Hingabe zur Vermehrung Vorschub geleistet hat und Rausch wie Kopfschmerz den harten Fakten einer ungewollten Schwangerschaft wieder Platz machen, sind Stramplersets für 4,99€ angesichts im Sturzflug befindlicher Realeinkommen bestimmt ein willkommenes Angebot für die ernüchterten Metternich-Süchtlinge.

Aber wer auf dieser Welt, bitteschön, braucht ein Weichstuhlkissen für 3,99€? Und vor allem: Was zum Rächer ist das überhaupt?

Nehmen wir an, es gäbe tatsächlich soetwas wie weiche Stühle und für selbige könnte man Kissen erwerben. Weiche Stühle? Wäre das irgendwo zwischen dem klassischen Vierbein-Modell und einem Sitzsack? Ein weicher Stuhl, für den jedoch trotz allem ein Kissen angeraten wäre? Oder ein weicher Stuhl vielleicht, dessen Bequemlichkeit schon ganz hervorragend ist, den man aber aus purem Luxus oder aus dekorativen Erwägungen noch mit einem weiteren Kissen versehen kann - einfach weil es geht?

Oder ist das mit dem weichen Stuhl eher von der medizinischen Warte gemeint: Ein Reizdarmsyndrom also, Polypen oder gar ein Karzinom? Und warum um alles in der Welt brauche ich dafür ein Kissen - ein Weichstuhlkissen für 3,99€? Sehen Sie es mir nach, aber ich mag diesen Gedanken wirklich nicht zu Ende führen ...

Ein Weichstuhlkissen jedenfalls, wenn es nicht doch noch eine ander Erklärung geben sollte, ist ein Langsamdreher, ein C-Artikel, mithin ein echter Ladenhüter. Also derartig am Kundenbedarf vorbei, dass ich wenig Hoffung für Woolworths Zukunft habe, wenn sich unsere Zeitung einen solchen Artikel als eines der drei Topangebote herauszustellen genötigt sieht.


Sieht sich in der Verwirrung des Angebots nicht alleine

Optimist

Samstag, 7. März 2009

Presseschau: "Ich sehe hörbares Schweigen" (von Optimist)

Suspekt waren sie mir ja schon immer, diese kreativen Menschen in all den Werbeagenturen, bei denen die Namen der Agenturen meist schon so wahnsinnig schlau ausgedacht sind. Gut, Namen wie "Amt für Neuvermittlung in der Werbewirtschaft" wäre sicherlich nicht so der Reisser, von daher kann ich das schon verstehen.

Aber diese kreativen Menschen sind mir zuwider. Gegen all ihren Ideen für Neues, ihrem achzundzwanzigsten Sinn für Verrücktes, ihrer Fröhlichkeit und Lebensbejahung, steht da natürlich die Aburteilung allerhand meiner liebgewonnenen, althergebrachten Gewohnheiten, Klamotten und Sprachausdrücke. Nicht hip. Nicht kreativ. Langweilig. Jaja, ich weiss es ja!

Jener Ideenschmied der Werbewirtschaft jedoch, dem aus Anlass von ausbleibender Rückmeldung zu seinem Werbeentwurf das Zitat "Ich sehe hörbares Schweigen" ausgebüxt ist, scheint noch Sinne weit im dreistelligen Bereich zu haben. Da komm' ich nicht jedenfalls nicht mehr mit. Und wenn er sehen kann, was ich nicht sage, dann ist er ein verdammter Gedankenleser und soll mir gefälligst vom Leib bleiben! Weiträumig! Wobei: Gibt es für Gedankenlesen eigentlich Maximalabstände?

Sein fünfhundertdreiundvierzigster Sinn für knackige Werbesprüche hat jedenfalls zu meiner persönlichen Genugtuung völlig versagt, er wollte nämlich analog zum baden-würrtembergischen "Wir können alles außer hochdeutsch" in einer gerade-noch-Großstadt den Spruch "Provinz auf Weltniveau" platzieren. Nicht zu unrecht, wie man denken mag, immerhin werden hier Marsroboter gebaut, mitten in einer größeren Häusersammlung und zwischen allen expandierenden Metropolregionen.
Aber beim Wort Provinz ist mein lieber Werbefachmann ganz blauäugig falsch abgebogen, denn: Wer lebt schon gern in der Provinz? Die Bürger dieses Nests jedenfalls nicht und auch sonst niemand. Provinz ist relativ und immer dort, wo es noch trostloser ist, als hier. Daher kann der Texter des Spruchs auch die Ablehnung gar nicht verstehen, denn er lebt dort, wo die Kreativität per Definition aus dem Füllhorn quillt: In Berlin. Naja, und von Berlin aus ist ja selbst New York Provinz.

"Provinz ist, wo ich bin" wird mein lieber Realist zur Gegenrede rufen, denn dieser Spruch prangt schon seit Jahren auf einer pechschwarzen Postkarte an wechselnden Orten seiner Behausung. Das ist mir auch suspekt. Vermutlich ist er heimliches Mitglied einer Kreativagentur, hat dauernd so schlaue Ideen und tarnt sich mit ätzender Selbstironie unter dem Deckmantel des Provinziellen. Wenn er dann also auch, wie sein virtuoser Texter-Kumpel aus Berlin, "hörbares schweigen sehen", werde ich in seiner Gegenwart nur noch an graue Anzüge, Mickey-Mouse-Krawatten und schlechtes Wetter denken. Das wird ihn quälen und foltern und schließlich wird er gestehen, dass er eine erfolgreiche Agentur führt, die so einen tollen verrückten Namen "hörbares Schweigen" hat.

Eine Sache jedoch ist seine unabstreitbare Wahrheit, die sich auch meine Nachbarn schmerzlich vor Augen führen sollten:

"Provinz ist, wo ich bin" - da kann man hörbar schweigen, solange man will.

Optimist

Dienstag, 10. Februar 2009

Presseschau: Bloghaftstrafen (von Optimist)

Wer was ausfrisst und erwischt wird, muss dafür büßen, so ist das wohl in der Regel. Da werden die Google-Manager auf der Anklagebank aber blöd geguckt haben, vor allem wegen der in Aussicht gestellten Strafe:


Bloghaftstrafen! Auch noch in ungenannter Höhe! Das sind ja ganz neue Methoden. Statt Kerkerhaft muss jetzt gebloggt werden, bis Finger und Seele bluten? Die Frage ist nur: wo? Da hat die Gerichtsbarkeit ja eine große Auswahl. Drei Wochen Katzenbilder-Blog mit Option auf Einzelhaft in Nager- und Pferdekategorien? Fünf Monate ununterbrochene textuelle Reanimation in einem gottverlassenen Blogfriedhof? Oder doch lieber ein zweijähriger Aufenthalt in einem von Allgemeininteresse durchwirkten Familien-Fotoblog, nur eben zum Bloggen über andere Leute Urlaube und andere Leute Kinder? Später kommen die Häftlinge dann zur Reha ins Blog der alleinerziehenden Mütter und Väter.

Achwas, ich sage Ihnen was: Schickt sie alle zu uns! Bei uns müssen die Missetäter richtig leiden! Wer die ersten Redaktionssitzungen überlebt hat, schleppt zumindest eine lebenslange Depression davon, wird immerwährend zermalmt zwischen bissiger interner Kritik und der eisigen Zuneigung der RSS-Reader, die einem sagen: "Siehe, wir sind jeden Tag da, wir fahren durch Deine Texte, aber wisse: Durch uns fließt kein Tropfen Blut!"
Und Google sekundiert: "Da bin ich, zeig mir alles was Du hast und hauche Deine Gedanken ins ewige Eis meiner Datenfriedhöfe. Nur eine unbekannte Zauberformel aus mehr als dreizehn Worten bringt dich wieder an die Oberfläche. Niemand wird Deine Gedanken je finden!"

Bloggen ist hart. Kerker ist hart. Aber Bloghaftstrafen? Alle Achtung! Der Staat weiss, was weh tut! Welch verzückender Zufall, dass gerade Google-Manager bald in Bloghaft genommen werden. Rache ist süß ...

Wartet schon sehnsüchtig auf den Antransport der Delinquenten

Optimist

Sonntag, 8. Februar 2009

Presseschau: Schreckliche Dinge (von Optimist)

Es gibt Dinge, die stehen für sich selbst. Da gibt es eine sehr nützliche Seite der Uni Leipzig, die sich "Wörter des Tages" nennt - eine Art Presseschau auf Wortbasis. Aber bevor ich mich groß abmühe zu beschreiben, was diese Seite genau anstellt, hier das Zitat auf der Seite:

Die »Wörter des Tages« zeigen, welche Begriffe heute besonders aktuell sind. Dazu werden verschiedene Tageszeitungen und Newsdienste täglich ausgewertet. Die »Wörter des Tages« stehen morgens ab etwa 7 Uhr zur Verfügung.
Die Aktualität eines Begriffs ergibt sich aus seiner Häufigkeit heute, verglichen mit seiner durchschnittlichen Häufigkeit über längere Zeit hinweg.

In der Kategorie "Ereignis" stehen heute folgende Wörter:


Da sehen Sie wieder den Beweis: Die Presse berichtet ausschließlich über schreckliche Dinge.

Freut sich auf die Fastenzeit

Optimist


PS: Bedauerlich ist ferner, dass nicht nur "Feuerkatastrophe" sondern auch "Fasnet" in dieser Liste fehlt.

Freitag, 9. Januar 2009

Presseschau: Photoshop-Fail! (von Realist)

Wo wir diese Woche schon mal dabei sind, anderer Leute Blog-Ideen zu kopieren, warum dann vor dem Fail-Blog halt machen. Hier also ein leicht "verphotoshopptes" Küchenprospekt aus der heutigen Post:


Da bleibt ja nur die Frage offen: Steht der Teller auf dem Text, kann er wirklich fliegen oder ist der Reis so klebrig, dass er sogar an den Händen hält?

Ihr Realist

Freitag, 19. Dezember 2008

Presseschau: Steuern senken! (von Neoliberalist)

Dieser Tage wird heftig um Konjukturpakete und/oder Steuersenkungen debattiert. Als ob es Alternativen wären. Mit Nichten!
Ein Konjunkturpaket kostet Geld, verpufft nach wenigen Wochen (da der Staat einen miserablen - den schlechtesten - "Verteilungsmechanismus" besitzt) und treibt die Staatsschulden in die Höhe, was wiederum zukünftige Generationen mit höheren Steuern ausbaden können.
Steuersenkungen kommen jedem Bürger sofort zugute, steigern den Konsum, die Motivation und zwingen den Staat zu sparen (und effizient zu arbeiten!), da er weniger Geld zur Verfügung hat.
Also Frau Merkel: Bitte noch einmal einen Kurs in Volkwirtschaftslehre besuchen und flux die Steuern senken!

Hoffend
Neoliberalist

Sonntag, 14. Dezember 2008

Presseschau: Jägermeister im Führerhaus (von Optimist)

Dem Führer (na Sie wissen schon, wen ich meine), dem wird ja so einiges nachgesagt. Es rankt sich z.B. das Gerücht in der gelbe Presse, er hätte von jenen äußerst empfindsamen, soziologisch fürs Mann- und Führersein ganz und gar unverzichtbaren Lebensspendern namens Hoden nur deren einen gehabt. Etwas derber hat sich vor Jahren denn auch schon Harald Schmidt damit beschäftigt und neues Filmmaterial in seiner Belustigungssendung gezeigt


Nicht so neu ist hingegen die Vermutung, dass Hitler sich bezüglich seiner sexuellen Orientierung durchaus offen zeigte, gar kühn aber dann doch, dass er zahlreiche seiner direkten Untergebenen als Sexualpartner gehabt hätte. Pikantes Detail ist, Hitler habe einen "Leibpianisten" gehabt. Naja, ich denke, Sie wissen, worauf ich hinaus will. 
Da mutet die kürzlich in der Presse aufgeschnappte Überschrift "Jägermeister im Führerhaus" dann auch nicht mehr enthüllend an und war im Lokalteil unter Vermischtes gut aufgehoben. Der besagte Jägermeister wird schon auch nicht nur dort gewesen sein, um den Waldschadensbericht zu verlesen. Und wenn man nun noch 1 und 1 zusammenzählt, weil man weiss, dass Hermann Göring zu jenen Zeiten der "Reichsjägermeister" war, was bleiben da noch für Fragen offen? Walter Moers hat von diesen Vorlieben jedenfalls schon länger gewusst. 

Es könnte aber auch sein, und das wäre nun wirklich noch nicht so abgeschmackt, dass jener feine Herr Führer ein recht liederlicher Trunkenbold war und das sich der Artikel "Jägermeister im Führerhaus", den ich zur näheren Überprüfung bedauerlicherweise nicht mehr vorliegen habe, mit dem Lotterleben und schmutzigen Details der Trunksucht des Herrn H. befasst. Historisch ist das zumindest alles andere als unmöglich, Jägermeister kam in den Dreißigern auf den Markt.  Vielleicht kann sich ja unser Fernsehuniversalreinfühlhistoriker Guido Knopp mal damit beschäftigen. Ich bin sicher, er gräbt da fürs ZDF noch ne ganz große Story aus!

Wer nun schließlich noch anmerken möchte, es könnte sich beim Artikel "Jägermeister im Führerhaus" um Trunkenheit am Steuer handeln, dem sei gesagt: Wie denn? Der Führer hatte keinen Führerschein. Das ist zwar falsch, aber wer wird denn ausgerechnet bei der Verhöhnung des Führers kleinlich sein. 

Drückt Guido Knopp alle Daumen

Optimist

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Presseschau: Vom Saulus zum Paulus! (von Neoliberalist)

Es ist immer wieder beeindruckend welch merkwürdige Blüten die Politik treibt. Jahrelang lebt unsere Regierung auf großem Fuß, auf Pump, verteilt an alle Bedürftigen dieser Welt Geld und gibt Steuergelder der über-über-über-über-über-übernächsten Generation aus, um jetzt tatsächlich mit dem Finger auf andere Regierungen zu zeigen, die in schwierigen Zeiten ein weiteres "über" angehängt haben.
Glückwunsch Peer alias "Loose Cannon", du hast Deine Fans mal wieder zufriedengestellt!
An dieser Stelle noch ein Tipp an Frau Merkel: Weiter so! Nichts tun, eine Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht als Konjunkturprogramm verkaufen und zusehen wie die Wirtschaft vor die Wand fährt ist genau die richtige Strategie.
Die Fahne in den Wind hängend
Euer Neoliberalist

Dienstag, 9. Dezember 2008

Leben: Und wieder versagt! (von Neoliberalist)

Ja, in gewisser weise ist doch Verlass auf unsere Politiker in Berlin: Wenn sie etwas anpacken, kann man sicher sein, dass sie es versauen! Wie bei der geliebten Pendlerpauschale heute geschehen: Das Bundesverfassungsgericht hat die neue Regelung zur Pendlerpauschale erwartungsgemäß gekippt.
Aber so eine Regelung kann ohnehin nur deutschen Politikern einfallen: anstatt den Steuer- und Subventionsdschungel zu lichten, werden gefahrene Kilometer erst ab dem 21. Kilometer anerkannt. Peer, mein alter Freund, warum habt ihr nicht gleich 23,4587 Kilometer genommen? Dann hätten die Steuerberater und Finanzbeamten mehr Spaß beim Rechnen gehabt.
Früher haben sich Politiker darauf konzentriert Gesetze mit einer Halbwertszeit größer 10 Jahre zu gestalten, heute geht es nur noch um Wegelagerei!
Der nächste spannende Krimi vor dem Bundesverfassungsgericht kommt bestimmt!
Ihr Neoliberalist

Mittwoch, 26. November 2008

Leben/Presseschau: Neue Ansätze in der Abtreibungsdebatte (von Optimist)

Zugegeben, der Titel mag ein bisschen sperrig sein, aber er verspricht ungewollte Tiefenschärfe für das, was uns heute morgen im Deutschlandfunk während eines Interviews mit Renate Schmidt kredenzt wurde - unter eben genau jeder sperrigen Zusammenfassung: Neue Ansätze in der Abtreibungsdebatte.


Frau Schmidt beklagte in jedem Interview völlig zurecht, das viele Abtreibung einer Situation erwachsen, in der die Frau ein Kind vom Ex-Mann/-Freund erwartet und ihr neuer Partner dieses Kind nicht akzeptieren wolle und sie sich zu Rettung der neuen Beziehung für eine Abtreibung entscheidet. So weit, so beklagenswert. Das Frau Schmidt als Schlusssatz der Erläuterung und zur Unterstreichung ihres Missfallens dann aber sagt: "Ich halte das für fatal." - das trifft das Thema sicher ungewollt genau.

Gänzlich von den Socken war ich aber, als der Moderator angesichts der absoluten Zahl der Abtreibungen die Frage aufwirft, ob sich ein Land wie Deutschland dies hinsichtlich der bekannt problematischen demographischen Entwicklung überhaupt leisten könne, rein mathematisch. Das ist, das will ich neidlos anerkennen, ein vergleichsweise neuer Ansatz in der Abtreibungsdiskussion. Vorbei die Zeiten mit Demo-Schildern mit "Mein Bauch gehört mir!" und "Das Leben ist ein Geschenk Gottes!" - ab jetzt wird skandiert: "Hier stirbt meine Rente!" und "Der letzte macht das Licht aus!". 

Den Frauen, die sich gerade mit ihrem Gewissen plagen und vor einer tiefgreifenden Entscheidung stehen,  hilft diese Betrachtungsweise bestimmt ganz arg weiter. Zur Ehrenrettung von Renate Schmidt sei gesagt, dass sie sich die Betrachtung des Moderators nicht recht zu eigen machen wollte.

Schaltet morgen wohl einen anderen Sender ein

Optimist

Donnerstag, 20. November 2008

Leben: Die Weisheit mit Löffeln gefressen! (von Neoliberalist)

Und noch so ein Highlight am politischen Himmel: Peter Struck. Unser geistiger Highflyer in Berlin fordert die Abschaffung der Wirtschaftsweisen. Begründung: die Prognosen der Wirtschaftsweisen in der Vergangenheit haben danebengelegen.
Lieber Herr Struck, erstens ist das ein systemimmanentes Problem von Prognosen, ansonsten wären es historische Daten (dumm nur, das die in der Vergangenheit liegen). Zweitens hat sich die Politik noch nie an die Handlungsanweisungen der WW gehalten: wie sollen da bitte die Prognosen eintreffen? Drittens: gibt es einen Politiker, der schon mal brauchbare Prognosen abgegeben hat? (Oder fangen wir lieber mit etwas Leichtem an: gibt es einen Politiker der schon mal die Wahrheit erzählt hat?) Und last but not least muss ich ihnen doch recht geben, andere Meinungen und alternative Wege sollte man sich in der Demokratie und in Berlin ohnehin nicht anhören. Vertane Zeit! Und schon gar nicht von Fachleuten.
Mein Tipp: befragen sie doch die Glaskugel! Das wäre eine echte Qualitätssteigerung ihrer Politik.

Ihr noch immer politikverdrossener
Neoliberalist

Samstag, 9. August 2008

Presseschau: Nett, diese Bahrainer (von Realist)


Toll! Bahrain zieht mit der fränkischen Fahne ins Olympiastadion ein! Super Geste! Ok, falsch gehalten, aber egal, der Wille zählt!

Ihr Realist

PS: Quelle SPON (link)

Mittwoch, 9. Juli 2008

Presseschau: Von Studien (von Realist)

Laut einer heute hier zitierten Studie unterstellt man einem humanioiden Roboter automatisch Denkfähigkeit. Erstaunlich. Ich würde ja nicht einmal so weit gehen, einem humanoiden Humanoiden solche zu unterstellen.

Ihr Realist

Montag, 16. Juni 2008

Presseschau: Karte völlig unrealistisch (von Optimist)

Woche um Woche beglückt uns Die Zeit im Zeitmagazin mit mal mehr mal weniger kuriosen Deutschlandkarten. Leider ist die Karte diese Woche ganz und gar unrealistisch:



Ganz große Frechheit! Aber seht selbst: Die 100 erfolreichsten Blogs

Schiebung!

Optimist

Dienstag, 3. Juni 2008

Presseschau: Der Tanz mit der TAZ ( 2. Update) (von Optimist)

Ob Die Zeit wirklich versuchen sollte, es bei den witzigen und doppeldeutigen Schlagzeilen mit der TAZ aufzunehmen, sei dahin gestellt; ich empfehle es jedenfalls nicht. Denn dass die SPD Flügel verliehen bekommen sollte, kann man derzeit jeder Umfrage entnehmen, aber das hier ist wohl doch etwas uncharmant:




Bleibt zu hoffen, dass Gesine Schwan Humor hat. Weder Flügel, Hörner noch Nasenring wären der positiven Gesamterscheinung besonders zuträglich.

Euer Optimist


Update:
Zwischenzeitlich hat Spiegel-Online die Schlechte-Wortspiel-Kasse weiter befüllt:



Da haben scheinbar auch die von der ZEIT verliehenen Bullen-Flügel nichts genützt.

2. Update:

Es ist scheinbar Scherbenwoche. "Nagut", wird sich die TAZ-Redaktion wohl angesichts der obigen Ausprägungen für sprachliche Missgriffe und schlechte Wortspiele gesagt haben, "auch im Danebenliegen sind wir besser als Spiegel-Online und Die Zeit zusammen!" und titelte heute: "Onkel Baracks Hütte" über einem Bild vom Weißen Haus. Mehr zur Stolperei durch die fragile Welt der sprachlichen Andeutungen gibt's bei Spiegel-Online.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Frontal21 (von Neoliberalist)

Gepriesen seien die Öffentlich-Rechtlichen! Insbesondere das Magazin Frontal21. Es gibt sie doch noch: die bissige Reportage, hilfreiche Hintergründe und exzellent recherchierte Fakten. Sie sind nicht ausgestorben. Zum Glück! Die Gesellschaft verdummt und verroht immer mehr, setzt auf Fastfood und seichte Unterhaltung und sucht den Weg des geringsten Widerstands. Wie wohltuend ist da diese Oase der guten alten Journalisten-Schule, die versucht sture Beamte, unfähige Politiker und gierige Manager zur Raison zu bringen – letztere übrigens ganz in meinem Sinne. Vielleicht ändert sich doch noch etwas in dieser unserer Republik. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Glückwunsch Frontal21 und weiter so!

Euer
Neoliberalist