Sonntag, 8. Februar 2009

Presseschau: Schreckliche Dinge (von Optimist)

Es gibt Dinge, die stehen für sich selbst. Da gibt es eine sehr nützliche Seite der Uni Leipzig, die sich "Wörter des Tages" nennt - eine Art Presseschau auf Wortbasis. Aber bevor ich mich groß abmühe zu beschreiben, was diese Seite genau anstellt, hier das Zitat auf der Seite:

Die »Wörter des Tages« zeigen, welche Begriffe heute besonders aktuell sind. Dazu werden verschiedene Tageszeitungen und Newsdienste täglich ausgewertet. Die »Wörter des Tages« stehen morgens ab etwa 7 Uhr zur Verfügung.
Die Aktualität eines Begriffs ergibt sich aus seiner Häufigkeit heute, verglichen mit seiner durchschnittlichen Häufigkeit über längere Zeit hinweg.

In der Kategorie "Ereignis" stehen heute folgende Wörter:


Da sehen Sie wieder den Beweis: Die Presse berichtet ausschließlich über schreckliche Dinge.

Freut sich auf die Fastenzeit

Optimist


PS: Bedauerlich ist ferner, dass nicht nur "Feuerkatastrophe" sondern auch "Fasnet" in dieser Liste fehlt.

Intern: Heidi und das Schnitzeleck (von Optimist)

So, dass Sie hier gelandet sind, ist erstmal reine Bauernfängerei. Denn Sie suchen ja vermutlich Heidis (aka Heidi's) Schnitzeleck - und jetzt das hier, so ein Ärger, was?

Aber wenn Sie schonmal da sind, erzähle ich Ihnen eine, ach, was sage ich, zwei kurze Geschichten. Vielleicht sogar drei, wenn Sie mitmachen. Alle haben mit Heidi zu tun.

Die erste Geschichte ist, dass ich mich vor geraumer Zeit in der Wenigkeit eines Nebensatzes dazu verstiegen habe, "Heidi's Schnitzeleck" zu erwähnen. Ohne großartigen Sinnzusammenhang. Einfach so. Und seitdem besuchen uns Leute, die Statistik beweist es, die eigentlich zu Heidi wollen. Hartnäckig. Woche für Woche. Mal mit, mal ohne Deppen-Apostroph.

Und das führt mich zur zweiten Geschichte: Denn Heidi hat scheinbar kein Zuhause, also kein digitales zumindest. Und deswegen kommen alle zu uns. Es sind zwar nicht so viele, dass wir uns blind in die Schnitzelgastronomie stürzen und ihr alle Kunden abjagen würden, aber die Zahlen sind stabil.

Da stellt sich uns natürlich die Frage: Was wollen Sie von Heidi? Oder von ihrem Schnitzeleck?

Die Speisekarte? (Schnitzel!)
Die Öffnungszeiten? (mittags!)
Die aufwändigen Zubereitungsmethoden? (Pfanne, Micro und Friteuse!)

Was noch? Die Adresse? Ein Foto vom Schnitzel? Ein Foto von Heidi? Sagen Sie es uns! Wir sagen es Heidi. Wir kennen Heidi nicht, aber wir werden sie suchen und wir werden sie finden und dann sagen wir es ihr - alles. Versprochen! Und vielleicht bekommt Heidi ja dann ein digitales Zuhause. Mit allem, was Sie sich wünschen. Das würde dann die dritte Geschichte werden, die ich Ihnen schon versprochen habe.

Also, Ihre Nachricht an Heidi im Kommentar hinterlassen. Sonst wird sie es nie erfahren, was Sie hier eigentlich wollten!

Hat da mal aus reiner Schnitzel-Opposition die Currywurst probiert

Optimist

Samstag, 7. Februar 2009

Kabarett: René Marik, "Autschn! Ein Abend über die Liebe" (von Optimist)

Wenn es jetzt noch nicht geklingelt hat, dann sag ich mal "Maulwurf", "Handpuppe" und "Rapante", da wissen Sie schon worum es jetzt geht, oder? René Marik ist u.a. Puppenspieler und damit über Youtube berühmt geworden, so geht das heute.

Ich sage Ihnen, so viele junge Leute waren schon lange nicht mehr im Kabarett-Theater. Aber zum Inhalt: Das Programm ist eine Art bunter Abend mit Gesang, Gitarre, Prosa und Handpuppentheater. Gesang? Prosa? Wer sich auf einen Abend mit 120 Minuten Maulwurf-Handpuppe eingestellt hat, wird überrascht sein, aber nicht enttäuscht. René Marik ist ein ausgezeichneter Sänger und durchmischt seine Handpuppenspiele mit Maulwurf, Frosch und Eisbär immer wieder mit einzelnen Interpretationen von Liebesliedern. Aber keine Angst, man kommt auf seine Kosten, gerade weil es abwechslungsreich ist. Den Maulwurf kennt eh fast jeder (wenn nicht: hier gucken), die Überraschung kommt aus anderen Ecken.

Die "Strafprosa", vorgetragene kurze Verse einer Künstlerin, deren Name mir zu Recht wieder entfallen ist, sind bodenlos schlecht und Marik trägt sie mit soviel übertriebenen Pathos vor, dass man seinen Spaß damit hat. Während seiner Songs streift er nach schmierigster Schlagersängermanier durch die Gänge im Zuschauerraum und übt die vollkommene Verschmelzung mit dem gesungenen Herzschmerztext der vortgetragenen Lieder - und irgendwie ist das richtig witzig. Dieter Thomas Kuhn würde vor Neid erblassen.

Kalle hätte ich fast vergessen - seine berliner Asso-Figur mit Lidl-Tasche und Trainingsanzug, der mal wieder im Soz (Arbeitsamt) seine Kohle holen will und statt seiner Sachbearbeiterin dort unerwartet Catwoman antrifft. Außerdem hat Kalle noch ein paar Minuten Video aus Berlin dabei - Loveparade und Dr. Motte, sensationelles Material.

Wer Eisbär, Frosch und Maulwurf erwartet, der wird freundlich bedient, aber der Abend hat durchaus Mehrwert durch den Rest seines Repertoires. Schenkelklopfer bleiben großflächig aus, aber aus dem Schmunzeln und Kichern kommt man selten heraus.

Ein schöner, unterhaltsamer und irgendwie sehr charmanter Abend. Wärmstens zu empfehlen.

Optimist

Montag, 2. Februar 2009

DVD: Death Race (US unrated) (von Realist)

Um es kurz zu machen: Das war das dümmste, sinnloseste, unlogischste 70er Jahre Remake, das ich seit langem gesehen habe. Und was noch viel schlimmer ist: Trotz all' dieser, für einen Sonntag-Abend-Film, durchaus positiven Attribute, hat er mich kein Stück unterhalten - Jason Statham hin, "unrated" her.

Fazit: $4,99 für die Katz

Ihr Realist

PS: R. aus T. - Das ist ein Film für dich ;-)

Sonntag, 1. Februar 2009

Kino: Bolt - ein Hund für alle Fälle (von Realist)

Was denn? Warum fragt mich eigentlich jeder: "Ach, *du* warst in 'Bolt'?!" Ja, warum denn nicht? Wenn ein Film von der FSK mit "ab 6" freigegeben ist, heisst das doch nicht, dass man nicht rein darf, wenn man älter ist! Das heisst nur, dass es keine Sexszenen gibt.... ok, also so besehen.... Na egal, ich war jedenfalls  drin.

Und ich bin getäuscht worden! Jawohl! Und zwar von dem (wahnsinnig langen) flotten Trailer, den ich gesehen habe. Dieser vermittelt nämlich den Eindruck, es würde sich hier um einen "Die Unglaublichen"-artigen Film handeln - was nicht stimmt. Tatsächlich ist Bolt nämlich ein Filmhund, der einen "Superhund" spielt, aber dummerweise keine Ahnung hat, dass er das tut - für ihn ist das die Realität, und der besagte Trailer zeigt "nur" den Film im Film. Nach der fünften Minute bin ich also, genau wie der arme Bolt, recht hart in der Realität gelandet. Das verbindet.

Die eigentliche Story ist (nach "Cars" und "Wall-E" schon wieder) so derartig disneyhaft, das es weh tut: Der arme Bolt geht verloren, muss auf seiner Suche nach Frauchen das ganze Land durchqueren, akzeptieren, dass er kein Superhund ist und schliesst - oh Wunder - Freundschaft mit einer Katze, denn im Grunde sind wir doch alle gleich. Hurra! (Fuck You,  Disney!)

Fazit: Aber gut, ich will nicht ungerecht sein (wuahaha!). Das war dann halt gesamtfamilientaugliche Unterhaltung, seine Lacher hatte er ohne Frage, nur die ein oder andere deutsche Synchronstimme hat genervt.

Ihr Realist