Samstag, 8. November 2008

Leben: Do it yourself (von Realist)

Da hätte ich doch besser jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt. Der Knopf ist wieder dran - aber das Hemd vollgeblutet. So viel sparen kann sich auf Dauer kein Mensch leisten.

Ihr Realist

Dienstag, 4. November 2008

Leben: Vom Ende der Kreditwürdigkeit (von Realist)

Das sind doch mal ne Traum-SMS, im Sekundentakt, am Nachmittag! *Düdeldü* Ihre SIM-Karte ist gesperrt! *Düdeldü* Ihr Kontostand ist -595,48, wir buchen 15,-- ab *Düdeldü* Ihr Kontostand ist -580,48, wir buchen 15,-- ab *Düdeldü* ... *Düdeldü* ca. 20 *Düdeldü* später war dann Ruhe.

Der Supportchat hatte schon Feierabend, die online-Verbindungsüberssicht war nicht mehr da und die Hotline belegt.

Dankenswerterweise hat sich, ein paar Stunden später herausgestellt, dass dem Provider gestern "ein kleiner Fehler bei den Datentarifen" unterlaufen ist.

Los, Apple! Bring endlich ein 32GB-iPhone, damit ich ne Flatrate bekomme!

Ihr Realist

Montag, 3. November 2008

DVD: Revolver (von Realist)


Jetzt schiebe ich die Kritik (wie so viele andere) seit Wochen vor mir her. So langsam muss ich den Film erst noch mal ansehen, bevor ich was schreibe.

Na, ich mach's kurz: Gerechnet habe ich mit einem netten, Sonntag-Abend-Actionfilm in bester Jason Statham-Manier. Aber Regieseur Guy Ritchie hatte wohl mehr im Sinn.

"Revolver" hat eigentlich alles, was ein guter, stylischer, kultiger, leicht psychodelischer Film so braucht. Ein, zwei tolle Schauspieler, einen wirklich tollen Look, eine etwas schräge Geschichte und eine Priese Mord und Todschlag. Aber komischerweise gibt die Summe der tollen Zutaten leider keinen tollen Film. Keine Ahnung warum. Auf jeden Fall schade.

Fazit: Das war schon das Fazit.

Ihr Realist

Link zur offiziellen Website

Sonntag, 2. November 2008

Leben: Magellan, Molukken und Löß in der Pampa (von Optimist)

Beim Nachschlagen des Wortes "Löß" in Wikipedia heißt es:

Löss (auch Löß mit langem Vokal gesprochen) ist ein äolisches Sediment, das vor allem aus Schluff besteht.

Aha. Da habe ich wohl in Erdkunde mal wieder geschlafen. Aus "Schluff" also!? Das hätte Walter Mörs nicht besser sagen können: "Löß besteht vor allem aus Schluff". Wahrscheinlich leben auf diesem Boden dann auch wilde Gnupfe und fressen bevorzugt das Schamkorat, das da überall an den Rabinken wächst.

Löß (aus Schluff!), wenn wir schonmal beim Thema sind, ist die reichlich vorkommende Erdmasse in der Pampas, die wiederum in Patagonien vorkommt. Patagonien hat seinen Namen übrigens von Magellan verpaßt bekommen, weil ihn die dort angetroffenen recht groß gewachsenen Tehuelche-Indianer an die geschichtlich fiktive Figur des Riesen Pathagon erinnert haben. Dessen Namensherkunft wiederum ist unklar, man vermutet einen Zusammenhang zwischen patones (großen Füßen) und der Erscheinung des Riesen. Ob der allerdings schon was von Schluff und Löß verstand und ob er obendrein zwischen Grob-, Mittel- und Feinschluff unterscheiden konnte, bleibt im weiteren Verlauf des Artikels unklar.

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil ich es weiss! Jetzt jedenfalls. Weil ich es nachgeschlagen habe. Gut, eigentlich wollte ich nur was über die Magellanstraße nachlesen, aber die Strudel und Winde dort sind ja dafür bekannt, dass die besten Seeleute abdriften. Wo war ich nochmal? Achja, der westliche Seeweg zu den Molukken und der Eintritt der Spanier in den Gewürzhandel ...

Fragt sich, ob er noch eine Abhandlung über Geschiebemergel  (enthält Schluff!) verfassen soll,

Optimist

Leben: Was macht eigentlich ... (von Optimist)

Ein Schattendasein als Lückenfüller in schwachbrüstigen Online-Publikationen führt ja oft genug eine Artikelgattung, die Altes, Vergessenes, Überholtes aufbackt und gewöhnlich mit "Was macht eigentlich ..." beginnt. Sowas passt ja dann ganz gut hierher.


Egon Krenz arbeitet im Blumenladen, Susanne Osthoff lebt verborgen - mehrseitig im ZEIT-Magazin-Interview ausgebreitet- in einer ungenannten Kleinstadt und will nicht erkannt werden und was Zlatko macht, weiss Gott sei dank keiner so recht.

Zeit also, die Frage nach den Leuten zu stellen, von denen schon länger nichts mehr zu hören ist: Was machen eigentlich ... die Neoliberalisten?

Man hört, Friedrich Merz, hätte "Das Kapital" auf dem Nachttisch. Hans-Olaf Henkel dreht mit dem Wind und ruft jetzt nach dem Staat. Aber sonst? Weniger Staat und so, hat das im Moment wohl keine Saison?

Ja, ich weiß, das ist übles Nachtreten und ungefähr so sympathisch wie "Ich hab's Dir gleich gesagt", aber das ist mir egal. Ich weiß, Eure Zeit kommt wieder. In 5 Jahren werdet ihr wieder rufen: "Staatsquote runter!" und "Der Staat ist ein schlechter Unternehmer" und vergleichbares Zeug. Hoffentlich habt ihr bis dahin die Zeche für die letzte Party zurück gezahlt. Dann ist auch der Kater vorbei und die Klappe kann wieder laut nach dem "freien Spiel der Marktkräfte" rufen.  Wir haben es ja bis dahin wieder vergessen. Wir Trottel.

Wahrscheinlich seid ihr gerade damit beschäftigt, Euch wieder billig in den Markt einzukaufen. Das ist ja die Gelegenheit. Aber denkt dran: Gewinne rechtzeitig mitnehmen, bevor in schlechten Zeiten noch jemand kommt, der was Wirres über Verantwortung und Beteiligung am Verlust erzählt.

Polemisch,

Optimist